#3 Was ist Krebs? (Teil 2) - Entwicklung von Krebserkrankungen

Shownotes

In dieser Folge knüpfen wir thematisch direkt an die letzte Podcast-Folge an. Nachdem wir zuletzt besprochen hatten, wie Krebs grundsätzlich entsteht, geht es diesmal darum, welche Prozesse im Folgenden ablaufen.

Viel Spaß beim Hören!

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Konzept, Gestaltung und Inhalt: PD Dr. med. M. Häfner Paul-Egell-Str. 31 67346 Speyer

Transkript anzeigen

00:00:13: Hallo und herzlich willkommen zu Strahlenkompass, einem Podcast für Strahlentherapie.

00:00:18: Mein Name ist Matthias Häfner.

00:00:19: ich bin Facharzt für Strahlentherapi und begrüße Sie und Euch heute zu Folge Nummer drei In der letzten Folge ging es ja darum wie Krebs- und Krebszellen überhaupt entstehen können.

00:00:33: Heute wollen wir inhaltlich daran anknüpfen und uns einen Überblick verschaffen, welche Zellen grundsätzlich zu Krebszellen werden können – wie aus einer einzelnen ersten Krebszielle im Verlauf eine Krebserkrankung entsteht.

00:00:49: Die Krebsart oder die Krebsdiagnose wird bestimmt durch die Ursprungszelle.

00:00:54: Also ist hier die Hauptfrage wo im Körper, in welchem Gewebe genau passiert es?

00:01:02: Und hier nutzen wir die Gelegenheit, eine bestimmte grobe Einteilung oder Gruppierung von Krebserkrankungen kennenzulernen, die wir so auch im praktischen klinischen Alltag verwenden.

00:01:14: Man unterscheidet zwischen sogenannten hematoronkologischen Erkrankungen und bösartigen soliden Tumor-Erkrankionen – das muss ich jetzt natürlich etwas genauer erklären!

00:01:30: Die hemato-onkologischen Erkrankungen sind Krebserkrankungen, deren Ursprung im blutbildenden System inklusive dem Immunsystem liegt.

00:01:40: Klassische Krankheitsbilder sind hierbei die Leukimin, auch bekannt als Blutkrebs und Lymphome, auch bekannt als Lymphdrüsenkrebs nur als kleiner Ausschnitt.

00:01:52: es gibt da noch etliche viele weitere hochkomplexes Feld nur dass man mal so die häufigen Diagnosen schon mal gehört hat.

00:02:01: Ein ganz zentrales Kennzeichnen des Merkmal ist, dass man in vielen Fällen – nicht allen aber doch den meisten von einer primär systemischen Erkrankung ausgeht.

00:02:12: Systemisch meint hier das Potenzial der ganze Körper also das ganze System betroffen weil Blutzellen und Immunzellen, Abwehrzellen mit dem Blutsch- und Lymphsystem permanent im Fluss sind sich im Körper bewegen und so auch verteilen können.

00:02:34: Die Produktion findet im Knochenmarkt statt aber es gibt keine feste Position des Organsblut im Körper.

00:02:41: sozusagen ja im Vergleich zu den vielen anderen Leber, Lungehirn usw.. trifft nicht pauschal immer zu, natürlich gibt es auch hier Ausnahmen und Abstufungen.

00:02:52: Aber für das grundsätzliche Verständnis kann man das erstmal so betrachten.

00:02:56: Und das ist nicht nur eine rein akademische oder theoretische Idee sondern das spiegelt sich auch in der therapeutischen Herangehensweise wieder.

00:03:07: Jetzt ohne heute näher da auf die Details der Therapien eingehen zu wollen aber damit man es schon mal gehört hat Die Hauptpfeiler der Behandlungskonzepte in der Hemato-Onkologie sind Medikamentöse, also sowas wie Chemotherapie oder Immuntherapie mit Antikörpern.

00:03:24: Oder ich nenn es jetzt mal Cellulär.

00:03:27: da gibt's die Stammzelltransplantationen und auch relativ neu die KTZell Therapie.

00:03:33: Wie gesagt gehen wir heute nicht näher drauf ein.

00:03:36: nur dass man das mal gehört hat Bei einigen hematologischen Diagnosen ist auch die Strahlentherapie ein ganz wichtiger Baustein.

00:03:44: Operation spielt meistens keine Rolle als Therapieform von hermatoinkologischen Erkrankungen.

00:03:51: Demgegenüber stehen die sogenannten soliden Tumorerkrankungen, Solide bedeutet fest und nicht von vorne herein flüssig im Blut oder in den Lymphbahnen unterwegs.

00:04:04: Dazu gehören die ganz vielen bekannten Krebsarten und häufigen Krebsarten wie Darmkrebs, Brustkrebs.

00:04:11: Krebs in Prostertalunge, Haut usw.

00:04:15: Und hier ist die Krankheitsentwicklung eine andere.

00:04:18: Zunächst entstehen und vermehren sich die Krebszellen nur am Ursprungsort zum Beispiel in der Dameschleimhaut bei Darmenkrebs.

00:04:27: Wenn dann aus einer ersten Krebszelle Tausende und irgendwann Millionen von Zellen geworden sind, erst dann hat man einen Thunmoor den man zum Beispiel in radiologischen Untersuchungen sehen und messen kann.

00:04:40: Also im Bereich von Millimetern also wenn man Millionen von zellen hat, dann kommt es zu einem messbaren sichtbaren Thumor von wenigen Millimettern.

00:04:49: auch bei den soliden Thumoerkrankungen gibt es Diagnosen die mehr Ähnlichkeit miteinander aufweisen als andere so dass es sinnvoll ist zumindest eine Grobe Gruppierung oder Unterteilung heute kennen zu lernen.

00:05:04: Die mit Abstand am häufigsten vorkommende Art von Krebs sind die sogenannten Karzinome, das sind Tumore, die aus der Deckschicht von Haut, Schleimhaut und Drüsen hervorgehen.

00:05:17: Im Fach Kauderwelsch nennt man diese Deckschicht auch Epithel.

00:05:22: Die Liste der Erkrankungen ist lang – Brustkrebs, Prostverter, Lunge, Darm usw.. Ebenfalls häufig und in der Krankheitsevolution mit vielen Parallelen zu den Karzinomen gibt es zum Beispiel auch den schwarzen Hautkrebs, das mal liegt im Elanom.

00:05:38: Entstehend aus den Pigmentzellen der Haut selten auch Schleimhaut.

00:05:43: Und dann gibt es noch eine sehr breitgefächerte Gruppe an Tumoren mit eigener Charakteristik die aus dem Knochenmuskelbinde- und Stützgewebe entsteht, die sogenannten Sakome.

00:05:54: Außerdem gibt es bösartige Tumore im Bereich der Neuroankologie, also Ausgehen von Nervengewebe wie zum Beispiel Gehirn und auch die müssen mitunter etwas anderes betrachtet werden.

00:06:08: Und das auch nur um mal so die großen häufigen Gruppen kennenzulernen gibt natürlich noch weitere Besonderheiten und Einzelheiten.

00:06:17: Die lassen wir jetzt aber heute Mal beiseite.

00:06:20: was außerdem zu ergänzen ist Die Kinderonkologie, also Krebserkrankungen im Kinder- und Jugendalter nimmt ebenfalls eine Sonderrolle ein.

00:06:30: Zwar gibt es hier auch die grundsätzliche Unterscheidung hemmerte Onkologisch gegenüber den Solidentomoerkrankungen.

00:06:38: Die Diagnosen, also die Art der Erkrankung sind jedoch meist andere und kommen im erwachsenen Alter meist nicht mehr so vor.

00:06:47: Deswegen ist das auch nochmal ein Bereich, der getrennt zu betrachten ist.

00:06:52: Ich glaube, es ist schon mal ganz grundsätzlich nicht verkehrt diesen groben Überblick über die verschiedenen Arten oder Kategorien von Krebs zu haben.

00:07:01: Es ist aber auch wichtig gewesen um jetzt meinen nächsten Schritt besser und differenzierter machen zu können.

00:07:13: Beim Voranschreiten eines soliden Tumors durchläuft die Erkrankung auf verschiedenen Ebenen eine Art Weiterentwicklung Man könnte fast sagen einer Art Evolution.

00:07:23: Und nun ja Das ist eben für diese verschiedenen Untergruppen nicht gleich.

00:07:29: Was ich nun vorhabe, ist zunächst vor allem näher auf die Karizidome einzugehen weil sie A – die mit Abstand am häufigsten vorkommende Krebsart sind und B – die Strahlentherapie entsprechend auch hier eine besonders große Rolle spielt.

00:07:44: Der einfache Teil war werde ich das jetzt mal an Beispiel von Brustkrebs erklären.

00:07:48: aber die Prinzipien sind die gleichen bei den anderen Karzinomarten, also eben auch bei den genannten häufigen Prostata-Krebslungen, Krebsdarmkrebs usw.

00:07:59: Wenden wir uns aber dem Brustkrebs als Beispiel zu.

00:08:03: Eine Krebszelle beim Brust Krebs geht von den Deckzellen oder den Epithelzellen in den Milchgängen und Drüsen aus.

00:08:11: Und um jetzt genau so beobachten was da passiert und uns das auch bildlich besser vorstellen zu können müssen wir in Gedanken ganz weit in den Körper reinzoomen und stellen uns vor, wir könnten jetzt die Zellen in einem Milchgang der Brust betrachten.

00:08:27: Und würden gerade beobachten wie eine gesunde Epithelzelle zu einer Krebszelle wird.

00:08:34: Da sie für sich den Ausschalter nicht mehr betätigen kann – Stichwort programmierter Zeltod oder Apoptose, wenn das nichts sagt gerne Folge zwei hören und der Wachstumsreiz sich vom zelleigenen Kontrollsystem und den umliegenden gesunden Zellen entkoppelt hat, teilt sie sich schon recht schnell wieder.

00:08:54: Diese Krebszelle so dass nun zwei davon vorliegen!

00:08:57: Und wenn die sich erneut und immer wieder teilen ist man recht schnell einer exponentiellen Wachsungsfunktion folgend.

00:09:05: bei vier Zellen dann acht.

00:09:18: aus jeder neu entstandenen Zelle entstehen wieder zwei neue.

00:09:23: Und da kann man sich vielleicht ganz gut vorstellen, dass es relativ schnell eng wird weil an der Stelle für so viele Zellen gar keinen Platz eingeplant war.

00:09:32: Das kann dazu führen, dass die Zellen erstmal dahin wachsen wo Platz ist.

00:09:37: Ganz trivial gesagt!

00:09:38: Im Falle Brustkrebs im Milchgang selbst.

00:09:42: Im Darm könnte das zum Beispiel sein in die Darmöffnung um mal auch ein anderes Beispiel zu nennen.

00:09:48: Solange in Anführungszeichen nur das passiert liegen zwar schon formal Krebszellen vor In Klinik und Praxis wird dieser Zustand aber häufig als Vorstufe von Krebs bezeichnet.

00:10:26: die Grenzen halten.

00:10:27: Das nennen wir dann Invasivität oder invasives Wachstum und das ist eines der Hauptmerkmale von Krebs.

00:10:35: Auf mikroskopischer Ebene heißt dies, dass die Zellen nicht mehr in der Deckschicht der Milchgänge oder des Dames oder was für einer Epithelschicht auch immer bleiben sondern in die Tiefe, in die Wand einwachsen.

00:10:50: Man schaut da auf eine ganz spezielle Struktur die sogenannte Basalmembran oder Basallaminar, welche die kritische Barriere ist und die Grenze definiert ab wann ein invasives Wachstum vorliegt wenn von Krebszellen erreicht beziehungsweise überschritten.

00:11:08: Jetzt bin ich da ja schon ganz schön ins Detail gegangen und trotzdem ist es wichtig das zu verstehen.

00:11:14: warum?

00:11:15: Durch das Hineinwachsen in tiefere Schichten erhalten die Krebszellen früher oder später auch Anschluss an das Lymphsystem und an das Blutsystem.

00:11:25: Und das ist deshalb so entscheidend, weil auf diesen Wege Krebsstellen das Ursprungsgebiet beziehungsweise den Tumor – denn erst Tumore wir sagen auch Primarius dazu im Fachkauderwelsch verlassen und sich dem Körper ausbreiten können!

00:11:41: Wenn das passiert und die Zellen sich an anderer Stelle im Körper niederlassen, wieder anwachsen und sich dann dort vermehren können Tochtergeschwüre oder sogenannte Metastasen entstehen.

00:11:53: Das ist dann gemeint wenn manchmal gesagt wird vereinfacht der Krebs hat gestreut.

00:11:58: Und das hat natürlich einen ganz erheblichen Einfluss auf die Therapie und auch auf die Prognose einer Erkrankung inklusive der Chancenaufheilung.

00:12:07: Aber Achtung, das passiert nicht gleich.

00:12:09: Ich habe das jetzt alles so ein bisschen im Zeitraffer dargestellt aber da liegt schon viel Zeit dazwischen.

00:12:14: trotzdem ist es relevant eben zu verstehen warum ist dieser Schritt dieses invasive Wachstum so kritisch?

00:12:22: Aber wie gesagt invasives Wachsum heißt eben nicht dass diese Anschluss an Slimf und Blutsystem sofort erfolgt sondern das erst mal nur die Gefahr dazu besteht.

00:12:33: Zudem muss man beim Thema Der Krebs kann streuen bzw.

00:12:38: Metastasierung sehr genau hinschauen und auch differenzierender gibt es großes Potential für Missverständnisse Ein wichtiges Muster, das dabei auf viele wenn gleich nicht alle Turmoraten zutrifft.

00:12:50: häufig steht zunächst das Lymphsystem im Vordergrund so dass Lymphknotenmetastasen im lokalem Umfeld in der Nähe des Tumors entstehen können Und erst später in der Krebsentwicklung kommt es dann zu Metastasen in anderen Organen.

00:13:06: Wie gesagt, etwas pauschalisiert und mit einigen Ausnahmen.

00:13:10: aber als Grundprinzip kann man sich das mal so merken vor allem weil es die häufig vorkommenden Krebsarten und Karzinome betrifft.

00:13:19: also da sind wir wieder bei der Liste Brust, Prostata, Darmlunge etc.. Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel und es gibt viele verschiedene Krankheits- beziehungsweise tumorspezifische Charakteristiker, aber das würde den Rahmen der heutigen Folge sprengen.

00:13:35: Ein Beispiel für eine Tumorart, die typischerweise eher selten in Lymphgruten metastasiert sondern eher dann auch in die Organe, in andere Organe metastasiert – das sind eben schon mal angesprochenen Sakome also ausgehend vom Muskelbinde, Knochengewebe usw.. Und mit Blick auf Hirntumore zum Beispiel, die hatte ich ja eben auch schon so ein bisschen als separate Gruppe bezeichnet oder genannt.

00:14:01: Das sind Humore, die so gut wie nie in andere organisch treuen sondern wo sich die Problematik der Erkrankung innerhalb des ausgehenden Organes das Hirns- oder das zentralen Nervensystems abspielt.

00:14:15: Wichtig jetzt heute schon mal mitzunehmen.

00:14:18: eine lokale oder wir sagen manchmal regionale Metastasierung in Lymphknoten.

00:14:24: In der unmittelbaren oder erweiterten Tumor-Umgebung ist prognostisch ganz anders, nämlich günstiger einzuschätzen als Metastazen in anderen Organen die ja weiter weg sind vom Ursprungstumor.

00:14:38: Deshalb sagen wir dazu auch Fernmetastasen.

00:14:41: Man spricht zwar in beiden Fällen von Metastaseinhaltliche und letztlich dann auch für Therapie-und Verlauf, macht das aber einen großen Unterschied.

00:14:51: Und das ist eben der Punkt wo man sehr differenziert mit den Menschen besprechen muss was vorliegt weil eben Metastase nicht gleich Metastasse ist und dass es sozusagen die Falle für Missverständnisse die ich oben schon angesprochen hatte Übrigens noch mal kurz weg von den Metastazen und den Fokus zurück auf den Ursprungstumor gelegt um invasive Wachstum noch um einen weiteren Aspekt zu erweitern.

00:15:18: Eben war uns das wichtig, um den kritischen Unterschied auf mikroskopischer Ebene zu erklären also wo es um den Anschluss an Lymph- und Blutbahnen ging.

00:15:27: tatsächlich kann aber auch ein bösartiger Tume oder ein Krebsgeschwür also quasi auf makroskopisch auf sichtbarer Ebene sich nicht an anatomische Grenzen halten und dann zum Beispiel in weiter fortgeschrittenen Stadien Nachbarorgane hineinwachsen.

00:15:44: Auch das ist invasives Wachstum und ein ganz zentrales Merkmal einer Krebserkrankung.

00:15:54: Ein letzter Punkt, den wir uns heute anschauen sollten, ist nicht nur die eher quantitative Komponente also so Sachen wie wie wird der Tumor größer?

00:16:03: Wie werden die Zellen mehr?

00:16:05: Wie kann sich eine Krebs erkrankungen ausbreiten?

00:16:08: sondern auch qualitative Aspekte.

00:16:12: was meine ich damit?

00:16:13: vielleicht etwas anders oder Besserverständlich ausgedrückt würde man vielleicht von Aggressivität der Krebserkrankung sprechen.

00:16:21: Also wie schnell wächst sie?

00:16:24: und ja, wie schnell erreicht Sie vielleicht auch Fähigkeiten die dann gesundheitlich bedrohlich werden können?

00:16:32: Um das besser verstehen und erklären zu können springen wir gedanklicht nochmal kurz zurück zum Anfang der letzten Folge also von Folge zwei wo wir gelernt haben dass Mutationen in der DNA, also Schäden im Erbgut.

00:16:50: Und die ausbleibende Reparatur

00:16:52: bzw.,

00:16:53: die eben nicht stattfindende Abschaltung der beschädigten Zelle des entscheidenden Problemen sind.

00:17:00: Denn auch wenn das Kind dadurch sozusagen schon in den Brunnen gefallen ist und die erste Kripszelle entstanden ist laufen diese Mechanismen ja weiter.

00:17:10: Also von Zellteilung zu Zellteilung können sich nun weitere Mutationen bilden, also neue Schäden auftreten die dann wiederum wenn sich die Zelle wieder teilt an die nächste Generation Kräbstellen weitergegeben wird.

00:17:25: Es findet ja weiterhin auch kaum oder keine Reparatur mehr statt und dies kann eben auch dazu führen dass die Kräbsteile sich immer weiter von den Charakteristika der Ursprungszelle entfernt.

00:17:39: Das bedeutet, wenn man sich so eine Krebszelle anschaut zu Beginn dann erkennt man noch relativ viel Gemeinsamkeiten mit einer gesunden Ursprungszelle.

00:17:48: Je mehr Schäden Veränderungen Mutationen auftreten desto mehr verändern sich aber die Krebs Zellen weg von der gesunden Zellart aus der sie ursprünglich entstanden sind.

00:18:01: Man nennt es auch eine Entdifferenzierung und das geht häufig ein hier mit eben auch einer Ja, sozusagen Veränderung des Gesichts der Erkrankungen nämlich hinzu aggressiver und schneller wachsend.

00:18:17: Um es jetzt leider noch einen weiteren Aspekt komplexer zu machen diese Prozesse laufen innerhalb eines Tumors oder einer Krebserkrankung nicht gleichförmig Und nicht an allen Stellen ähnlich ab.

00:18:30: das heißt Es bilden sich unter Gruppen von ja verschiedenen Entwicklungen.

00:18:35: also dass ich in einer Zelle bestimmte Schäden anhäufen, die dann weiter vererbt werden an ihre Folgezellen durch die immer wieder stattfindende Teilung.

00:18:47: und an anderer Stelle im TUMOR treten eben andere DNA-Schäden auf.

00:18:51: Die dann wiederum an deren Nachfolger weitergegeben werden.

00:18:55: Und das erklärt warum es dann in einem TUMor durchaus verschiedene Zellgruppen mit unterschiedlichen Mutationen Eigenschaften gibt, das ist wichtig zu verstehen.

00:19:08: Weil es zum einen erklärt ja ein Tumor eine Krebserkrankung da sind nicht alle Zellen gleich sondern das ist ein sehr heterogenes Gebilde und im Verlauf einer Erkrankungen können ja immer wieder neue Mutation auftreten und so kann eben auch die Erkrankung in ihrem Verlauf ihr Gesicht ihre Eigenschaftend ändern.

00:19:29: Und warum das so wichtig zu wissen ist, lässt sich vielleicht anhand von ein paar Beispielen noch kurz erklären.

00:19:35: Mutationen können zum Beispiel dazu führen dass sich eine Untergruppe an Tumorzellen rausbildet die ja besonders schnell sich teilt und am Ende dazu führt dass der Tumo oder Teile eines Tumors schneller wachsen als es bisher der Fall war.

00:19:53: Ein anderes Beispiel wäre wenn durch diese Schäden und Mutationen, die Zumeurzellen auf einmal die Fähigkeit erworben haben besonders ohne große Umstände Zugang zum Blutsystem zu bekommen.

00:20:06: Und dann eben das Risiko für eine Metastasierung erhöhen.

00:20:11: Ein weiteres wichtiges Beispiel ist noch das letzte, dass auch die Mutation Resistenz gegenüber Medikamenten führen können, also dass man sich überlegt.

00:20:21: Man gibt eine Chemotherapie die ein gutes Ansprechen erzielt.

00:20:25: das heißt Tumorerkrankung ist gut behandelt und die Tumore werden kleiner Und dann kann eine Mutation auftreten die eben dazu führt dass diese Therapien nicht mehr wirkt.

00:20:40: So das war jetzt wieder eine ordentliche Ladung an Informationen heute teils auch mit Fachbegriffen Und ich denke, es ist ganz gut wenn wir jetzt nochmal ein kurzes Fazit ziehen und zusammenfassen auch unter Einbindung der letzten Folge dass für dieses Kapitel was ist Krebs wie entwickelt sich Krebs dann auch hiermit abschließen können.

00:21:01: Also eine Krebszelle ist eine körpereigende Zelle die sich nicht mehr an die Regeln hält und aus der Kontrolle gerät.

00:21:09: Die Ursachen dafür sind sehr vielfältig und unterschiedlich und beeinflussen sich auch gegenseitig.

00:21:15: Man unterscheidet zwischen den hematologischen Erkrankungen des Blut- und Immunsystems, und den soliden Tumoren.

00:21:24: Bei den Solidentumorerkrankungen sind invasives Wachstum sowie Anschluss an das Lymph- und Blutsystem ganz entscheidende Faktoren im Hinblick auf das Ausmaß bzw.

00:21:35: das Fortschreiten der Erkrankung.

00:21:38: Auch die Tumorzellen an sich unterliegen in zeitlichen Verlauf weiteren Veränderungen die Dynamik der Erkrankung als auch die Empfindlichkeit für verschiedene Therapieansätze.

00:21:50: Am Ende der Folge, daran dürfen wir uns gewöhnen noch der rechtliche Hinweis.

00:21:55: Der Podcast dient ausschließlich der Information Fortbildung und Unterhaltung.

00:21:59: er setzt nicht eine individuelle und persönliche medizinische Fachberatung durch eine Ärztin oder einen Arzt.

00:22:06: Er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose oder Beginn Veränderungen oder Beendigung der Behandlung einer Erkrankung verwendet werden.

00:22:13: Die Inhalte des Podcasts werden mit großer Sorgfalt auf aktuellem Stand von Wissenschaft und gültiger Leitlinien zusammengetragen, unterliegen jedoch auch dem wissenschaftlichen Wandel und verlieren möglicherweise im Laufe der Zeit ihre Gültigkeit.

00:22:27: Änderungen sind vorbehalten – die Haftung für jegliche Art von Schäden ist ausgeschlossen!

00:22:31: Wir haben jetzt ganz viel gelernt zur Krebsentstehung oder auch zur Weiterentwicklung einer Krebserkrankung.

00:22:38: wichtig um ein grundsätzliches Verständnis zu entwickeln, sondern dass es ehrlich gesagt auch in jedem einzelnen Fall wichtig zu verstehen.

00:22:47: Also bei jedem Mensch mit einer Krebserkrankung ist es wichtig zu schauen was ist das denn genau für den Krebs?

00:22:54: Wo kommt der her?

00:22:56: Was hat er für Eigenschaften wie Früh erkannt oder weit fortgeschrittener ist, also man muss sich wirklich auf all diesen Ebenen ein komplettes Bild machen bevor man dann anfangen kann einen vernünftigen Therapieplan zu erstellen und auch die Behandlung zu starten.

00:23:13: Und genau das wollen wir uns in der kommenden Folge gemeinsam anschauen.

00:23:17: Also welche Systematiken gibt es um Tumorerkrankungen am Ende relativ schnell auf einen Blick einschätzen zu können aber auch der Weg dahin?

00:23:26: Also welche Untersuchungen braucht es überhaupt, um eine Tumorerkrankung vernünftig einschätzen zu können.

00:23:34: Wer sich jetzt gerne noch ein bisschen weiter informieren möchte dem lege ich wie immer meinen Substack ans Herz den ich parallel begleitend zu diesem Podcast führe.

00:23:43: Link dazu findet sich in den Show Notes.

00:23:45: Ansonsten immer ne gute Anlaufstelle wenn's um Krebserkrankungen geht ist der Krebs Informationsdienst des deutschen Krebsforschungszentrums.

00:23:55: Spezifisch für die Strahlentherapie kann man auch immer die deutsche Gesellschaft für Radio-Onkologie kurz Degro empfehlen.

00:24:02: Und damit sind wir am Ende der Folge angelangt!

00:24:05: Wer das ja nützlich und interessant fand, darf gerne ein Abo da lassen und den Podcast mit Menschen teilen, die ebenfalls was Nützliches oder Interessantes hier rausziehen könnten.

00:24:15: Ich sage vielen lieben Dank fürs Zuhören.

00:24:17: ich freue mich schon sehr auf die nächste Folge.

00:24:20: Bis dahin alles Gute.

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